Predigtgedanken zu Palmsonntag 2020 - siehe: Predigten

Predigtgedanken für Sonntag Judika 29. März 2020

Predigtgedanken für Sonntag Judika 29. März 2020

Hebräer 13, 14: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 Liebe Leserin und lieber Leser,

dieser Satz steht am Ende des Hebräerbriefes wie eine Erinnerung oder eine Ermahnung für uns Menschen: Passt auf! Gebt acht, auf was ihr hofft oder wem ihr vertraut?

Diese Fragen bewegen mich auch in den letzten Tagen und Wochen: Auf was kann ich mich verlassen? Auf wen kann ich vertrauen?

Da bringt eine Krankheit, da bringt eine Pandemie so vieles Feste und Gewohnte ins Wanken. Schulen, Kinder-tages¬stätten, Fabriken, Kirchen werden geschlossen, um dem Virus Einhalt zu gebieten. Termine und Vorhaben, die schon jahrelang geplant und vorbereitet wurden, müssen abgesagt oder verschoben werden. Die Worte aus dem Hebräerbriefes machen es auf seine Art und Weise deutlich, unser Leben und Dasein auf der Erde ist vorläufig. Es ist begrenzt und immer wieder sehr gefährdet.

Oder positiv ausgedrückt: Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ist ein Geschenk, das wir dankbar aus Gottes Hand annehmen dürfen. Aber das ist nicht alles.

Gott verheißt uns noch viel mehr: Siehe, ich mache alles neu! Gott wird bei den Menschen wohnen und Er wird abwischen alle Tränen. Der Tod wird nicht mehr sein und kein Leid und keine Krankheit wird mehr existieren (Offenbarung des Johannes, Kapitel 21). Diese Worte sind für mich ein großer Trost und keine Vertröstung. Sie sind wie ein leuchtender Regenbogen oder ein Licht, das bereits jetzt in die Dunkelheit fällt. Passt auf! Gebt acht, auf was ihr hofft oder wem ihr vertraut? Jesus Christus spricht: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung des Johannes 1, 17+18)

Herzliche Grüße und einen gesegneten Sonntag,

  Pfarrer Georg Braunmüller.