Schlat: Großes Interesse am Baltikum

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ( ca. 60) kamen am Sonntag, den 17. März 2019 in das Evangelische Gemeindehaus nach Schlat.

Sie waren der Einladung des Evangelischen Bauernwerks im Bezirk Göppingen und Geislingen gefolgt, um Eindrücke der Studienreise nach Lettland und Estland zu gewinnen.

Ortspfarrer Bernd Mayer, der demnächst auch das momentan vakante Amt des Bezirksbauernpfarrers für Göppingen übernehmen wird, begrüßte die Gäste und freute sich wie die Bezirksarbeitskreise über das große Interesse.Bildungsreferentin Renate Wittlinger bestätigte dies und wies auf das ureigene Bestreben des Ev. Bauernwerks hin, über die eigene Stalltür und eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Sie dankte Vertrauensmann Otto Keyl für seine Bereitschaft, seine Eindrücke der Reise nach Lettland und Estland im Juni 2018 weiterzugeben. Sie verwies auch auf den Bericht von Melanie Läpple im Jahresbrief 2018.

Otto Keyl beleuchtete nicht nur die Landwirtschaft in den beiden Ländern, sondern ging auch auf die bewegte Geschichte der beiden Länder ein. Seit dem 12. Jahrhundert haben die Deutschen im Baltikum eine große Rolle gespielt. Durch die Hansestadt Riga, die Reformation und deutschen Großgrundbesitz wurde der Einfluss gestärkt und bewahrt. Die Unabhängigkeit von Russland war und ist der baltischen Bevölkerung ein großes Anliegen, sie wurde erstmalig 1921 international anerkannt und 1991 kam es im Zuge von Glasnost zu einer erneuten Unabhängigkeitserklärung. Lettland und Estland sind dankbar für die Aufnahme in die EU in 2004 und den damit verbundenen Zahlungen und haben 2014 den Euro eingeführt.

Verschiedene große und kleine landwirtschaftliche Betriebe wurden auf der Reise besichtigt und vorgestellt. In den großen Betrieben sind deutsche Produkte der Landtechnik und des Pflanzenschutzes überall präsent. Positiv auffallend ist die große Liebe zur Musik und besonders zum Chorgesang und der Wahrung des Volksliedgutes, besonders in Estland.

Durch die große Gastfreundschaft im Baltikum wurde die Reise zu einem besonderen und unvergesslichen Erlebnis und die Besucherinnen und Besucher des Familiennachmittags nahmen am Bericht von Otto Keyl erfreut Anteil.

Musikalisch schön umrahmt und begleitet wurde der Nachmittag von Angelika Unger am Klavier.

Bezirksbauernpfarrer Georg Braunmüller gab zum Abschluss mit auf den Weg, in der Passionszeit zu prüfen, was der Mittelpunkt unseres Lebens ist.

Bildnachweis: Renate Wittlinger, Evangelisches Bauernwerk in Württemberg e.V.