Pfingstzeltlager 2014 – Moses Teil II

Beim Pfingstzeltlager der evangelischen Gesamtkirchengemeinde auf der Oberböhringer Heide drehte sich in diesem Jahr alles um die Geschichte Mose und das Leben des Volkes Israels in Ägypten.

Nachdem bereits seit Montag vor Pfingsten die 43 Betreuer mit dem Aufbau und der Organisation des Zeltlagers beschäftigt waren, konnten am Freitag 85 Kinder in der Zeltstadt auf der Oberböhringer Heide begrüßt werden. Nachdem die Zelte bezogen, Namensschilder gebastelt und die erste Rote Wurst am Lagerfeuer gegrillt wurde, begann am frühen Abend das Bibelteam, welches im Zeltlager für die Aufbereitung des Lagerthemas zuständig ist, mit einer Rückschau auf das Pfingstzeltlager 2013, dessen Thema Moses, Teil I gewesen ist. Im Anschluss daran machten sich die Kinder gemeinsam mit Ihren Betreuern zu ausgiebigen Fakelwanderungen auf.

Die Hoffnungen einiger Betreuer auf müde Teilnehmer und eine ruhige Nacht nach einer langen Nachtwanderung zerschlugen sich jedoch schnell, nachdem bereits mit den ersten Sonnenstrahlen am Samstagmorgen wieder lautes Kinderlachen zu hören war. Vormittags begann das Programm mit dem sogenannten „Talk im Zelt“, bei dem den Kindern in einem Anspiel das Leben der Israeliten in Ägypten dargestellt wurde. Nach einem stärkenden Mittagessen stand nachmittags ein großes Geländespiel auf dem Plan, bei dem in Gruppen an Stationen die verschiedensten Aufgaben erledigt werden mussten. Abgerundet wurde der Samstag mit einem kurzweiligen Spieleabend im großen Gemeinschaftszelt.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Besuchernachmittags. Im Familiengottesdienst ging Pfarrer Georg Braunmüller, mit tatkräftiger Unterstützung des Bibelteams, auf die zehn Plagen ein, mit denen Gott den ägyptischen Pharao dazu zu bewegen versuchte, die Israeliten ziehen zu lassen. Umrahmt wurde der Gottesdienst in bewährter Manier von einer Band aus Zeltlagermitarbeitern. Nach Kaffee und Kuchen stand sich eine Elf aus Betreuern sowie aus Eltern und Besuchern beim obligatorischen Fußballspiel gegenüber. Die Betreuer mussten sich in einem torreichen Spiel mit 6:3 geschlagen geben. Am Sonntagabend waren dann wieder die Teilnehmer gefragt, die bei einem Nachtgeländespiel versuchten, Heilmittel gegen die 10 Plagen zu sammeln.

Der Montag begann nach dem gemeinsamen Frühstück wieder mit dem Talk im Zelt. Vor und nach dem Geländespiel am Nachmittag konnten sich die Kinder in Workshops bei Aktivitäten wie Basteln oder Baseball die Zeit vertreiben. Großen Anklang fand eine große Seilbahn und das sogenannte Kinderkatapult. Hierbei konnten sich die Mutigsten an einem Seil in die Luft katapultieren lassen.

Nachdem in den Tagen zuvor schon bei Temperaturen um die 30 Grad die eine oder andere Wasserschlacht ausgetragen wurde, war das Highlight an diesem Tag eine Wasserrutschbahn. Nicht nur die Kinder, sondern auch die ein oder anderen Betreuer erfreuten sich an einer großen Plane, die mit Wasser aus einem Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Bad Überkingen benetzt, zu einer großen Rutschbahn umfunktioniert wurde. Nach der mittäglichen Abkühlung fand abends dann wieder ein Spieleabend im Gemeinschaftszelt statt, bei dem sich die Kinder in 10 Spielen in verschiedenen Disziplinen beweisen konnten.

Am Dienstmorgen begann gleich nach dem Frühstück das Abbauen der Zelte und ein letztes Mal fand der „Talk im Zelt“ statt. Nachdem in den Tagen zuvor das Leben der Israeliten in Ägypten sowie die Versuche Moses sein Volk aus der Sklaverei zu befreien erzählt wurden, beendete das Bibelteam mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten auch thematisch das Zeltlager.

Bei der großen Verabschiedung vor dem letzten gemeinsamen Mittagessen konnte Lagerleiter Björn Autenrieth in viele müde, aber sichtlich glückliche Kinderaugen blicken. In kurzen Worten dankte er Gott, unter dessen Segen man fünf trockene und vor allem unfallfreie Zeltlagertage durchführen konnte. Ebenso galt sein Dank allen Betreuern, für die ehrenamtliche Organisation und Mitarbeit am Pfingstzeltlager.

Mit einem lauten Ja auf die Frage ob man sich auch im kommenden Jahr wieder im Pfingstzeltlager sehen würde, verabschiedeten sich dann die 85 Kinder von Ihren Betreuern.